Ein Blick in unsere Werkstatt

Weirich Teppich- und Polsterreinigung: Seit fast 40 Jahren zuverlässiger Partner

Die Sohlen der Gummistiefel quietschen auf dem feuchten Boden. Jörg Weirich geht ein paar Schritte, von seinem Büro in die Waschhalle. Schaut auf den Stapel zusammengerollter Teppiche, bückt sich und klemmt sich – hauruck – einen von ihnen unter den Arm. Der 45-Jährige rollt ihn aus und legt ihn in die Flachwaschmaschine. „Die hat mich 150.000 Euro gekostet“, sagt er und zeigt auf den Sonderbau. „Wir sind die einzigen in Bremen, die so etwas haben.“

Weirich Teppichreinigung Weirich Teppichreinigung

 

 

 

Weirich drückt auf einen der vielen Knöpfe, dann rattert es, und die Maschine setzt sich in Bewegung. Schnell fahren die Blöcke hin und her, das Wasser spritzt aus ihnen heraus, und schon ist der Teppich mit Seifenwasser durchtränkt. „So gründlich und sanft wie diese Maschine kann keine Hand reinigen“, meint Weirich. Selbst wer den gröbsten Schmutz absaugen oder ausklopfen kann, gelangt nicht so tief ins Gewebe, erwischt nicht jede einzelne Faser. Und vor allem: ohne viel Chemie mit viel Wasser reinigt die Maschine schonend – immer genau so, wie es der Teppich verträgt. „Ich kann alles einstellen, von der Wasserstärke bis zur Geschwindigkeit.“ Dabei ist die hochmoderne Technologie besonders auf den Umgang mit Orient- und Wollteppichen abgestimmt. 80 bis 100 Quadratmeter schafft die Maschine. Pro Stunde.

Doch damit sie richtig bedient wird, braucht es den Blick eines Experten. Weirich ist Gebäudereiniger-Meister und praktisch in der Teppichwäscherei aufgewachsen: Sein Vater Willibald Weirich hat 1977 als einer der ersten in Bremen eine Teppichreinigung aufgemacht, im Keller des Hauses mit einer Maschine aus Amerika. Sein Sohn hat die Firma 1998 übernommen und die Gebäudereinigung mittlerweile ausgelagert. Doch die Teppiche, die sind noch immer sein Hauptgeschäft. Und seine Leidenschaft.

Weirich blickt in einen Spiegel über der Maschine, sieht, dass der Teppich durchgelaufen ist. Hebel drehen, Wasser stoppen, einmal auf die andere Seite gehen. Der Teppich fällt auf einen Rollwagen, und gemeinsam mit seinem Kollegen schiebt er ihn zur Teppichschleuder, die das Restwasser herausschleudern soll. Dann, nur wenige Minuten später, hängt der Teppich in der Trockenanlage. Ein paar Tage wird er dort bleiben, bis Weirich mit einem kleinen Gerät überprüft, ob auch der letzte Tropfen Feuchtigkeit aus dem Teppich verschwunden ist. Bis zu 100 von ihnen wäscht Weirich in der Woche. „Bei uns ist die Reinigung von fast allen Teppichen möglich“, sagt Weirich. Dabei achtet er stets auf einen ressourcenschonenden Einsatz von Wasser und biologisch abbaubarem Waschmittel.

Darüber hinaus bietet er auch die Reinigung von Polstern an – ganz egal ob sie zu einem Wohnwagen oder Bus gehören, ob es sich um Garten- oder Wohnzimmermöbel handelt. Sowohl im Polster- als auch Teppichbereich zählt der 45-Jährige viele Kunden aus Bremen und umzu: Von Bremerhaven bis Soltau vertrauen ihm geschäftliche und private Kunden ihre Schmuckstücke an. Sie können sie spontan vor Ort vorbeibringen oder abholen lassen. Besonders wichtig: „Wir erledigen die Arbeit komplett im eigenen Betrieb“, betont Weirich. „Bei uns wird nichts an andere Firmen vergeben.“ Lediglich bei Reparaturarbeiten arbeitet die Firma mit kompetenten langjährigen Partnern zusammen.

Auf dem Markt gebe es viele schwarze Schafe, die die Teppichwäscherei mit unseriösen Mitteln betreiben. „Ich empfehle, immer vorher bei der Handwerkskammer anzurufen und nach dem Anbieter zu fragen“, warnt der Gebäudereiniger-Meister. Auch Lockangebote stellen sich schnell als Betrug heraus, bei dem die Kunden am Ende oft das Doppelte oder sogar Dreifache des Preises einer seriösen Wäscherei bezahlen. „Wenn eine Firma nicht einmal eine eigene Werkstatt zeigen kann oder will, sollte man schon misstrauisch werden.“ Weirich selbst führt seine Kunden auch durch seine Waschhalle und erklärt ihnen, wie und wo schonend und gründlich gereinigt wird. Auf Wunsch werden synthetische Fasern auch imprägniert, sodass es neuer Schmutz schwerer hat, in sie einzudringen.

(Artikel erschienen im Weser Kurier / Fotos (c) Tobias Meyer)